Pflegehinweise
Rauleder reinigen: Trockenreinigung
Bei der Reinigung von Rauleder gilt grundsätzlich: Eine behutsame Trockenreinigung ist der erste Schritt. Für unterschiedliche Grade der Verschmutzung haben wir unterschiedliche Vorgehensweisen.
Stufe 1: Staub
Für das regelmäßige Abbürsten von Staub und losem Schmutz verwenden wir die CREPE BÜRSTE. Ihre Gummilamellen sind besonders schonend zum Material. Diese Bürste entfernt nicht nur Schmutz, sondern raut auch das Material auf.
Stufe 2: Leichter Schmutz
Mit dem kleinen Moosgummi-Block entfernen wir leichten Schmutz und stellen die Fasern wieder auf. Der Moosgummi-Block ist ein weiterer nützlicher Helfer bei der Trockenreinigung. Mit ihm lassen sich auch blank gewordene Stellen wieder aufrauen. Der Moosgummi-Block kann sowohl für Velours, als auch für Nubuk verwendet werden. Allerdings sollte man im Fall von Nubuk auf starken Druck bei der Reinigung verzichten, da das Material darauf sehr empfindlich reagiert.
Stufe 3: Stärkere Verschmutzung
Ist die Verschmutzung stärker, greifen wir zur COMBI-BÜRSTE MESSING. Mit ihr können wir gröberem Schmutz wesentlich kraftvoller zu Leibe rücken.
Rauleder reinigen: Flüssigreinigung
Auch beim Thema Flüssigreinigung hängt die Wahl des Produkts vom Grad der Verschmutzung ab.
Stufe 1: Leichter Schmutz
Die BAMBOO LOTION von Colloni ist eine sanfte Reinigungslotion, die sich für Velour- und Nubukleder eignet. Wir sprühen sie auf die Reinigungsbürste und bürsten damit das Leder ab. Den dadurch gelösten Schmutz nehmen wir ganz einfach mit einem feuchten Poliertuch wieder auf.
Stufe 2: Flecken und stärkerer Schmutz
Um hartnäckige Flecken von Rauleder zu entfernen, verwenden wir CLEAN & CARE von Collonil. Wie bei der Bamboo Lotion tragen wir den Schaum am besten auf die Reinigungsbürste und nicht direkt auf das Leder auf. So lässt er sich gleichmäßiger verteilen. Anschließend entfernen wir die Rückstände ebenfalls mit einem feuchten Poliertuch.
Stufe 3: Härtefälle
Das SHAMPOO DIRECT von Collonil mit Schwammaufsatz verwenden wir für die intensive Reinigung. Mit diesem Spezialisten für die harten Fälle werden wir sogar Wasser- und Salzränder wieder los.
Rauleder
Rauleder sollten Sie nicht mit Wasser reinigen. Wenn es nicht anders geht, verwenden Sie ein spezielles Reinigungsmittel für Nubuk- und Velourleder
Imprägnierung und Pflege von Rauleder
Sowohl Nubuk- als auch Veloursleder sind wasserzügiger als Glattleder. Eine regelmäßige Imprägnierung ist daher besonders wichtig.
Gleichzeitig macht uns die offenporige Struktur des Materials die Pflege schwer. Von Schuhcreme ist unbedingt abzuraten! Die Creme zieht nämlich direkt beim ersten Kontakt ein, lässt sich so nicht gleichmäßig verteilen und verklebt die Fasern des Leders.
Die Schuhcreme-Alternative für Rauleder ist das NUBUK CARE Spray. Es ist speziell für Rauleder-Stücke konzipiert und vereint Imprägnierung und Lederpfege. Das Spray kann direkt auf das gesammte Stück aufgetragen werden und einziehen lassen. Es schützt das Leder vor Wasser, Schmutz und Pflegt das Leder. Die atmungsaktiven Eigenschaften und die samtige Haptik bleiben natürlich erhalten.
Nubuk-Care Sprays gibt es auch mit Pigmenten, diese sollten mit bedacht und vorsichtig verwendet werden. Es ist zu empfehlen zuerst an einer unauffälligen stelle den Farbton zu testen und gegebenenfalls anzupassen. Tipp: Farbe lieber etwas heller auswählen.
Wenn wir dagegen nur die Farbpflege wollen, fällt unsere Wahl auf NUBUK + TEXTILE. Das Pflegeprodukt ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich und verhilft ausgeblassten Stücken wieder zu intensiver Leuchtkraft. Ist der richtige Farbton nicht verfügbar, wählen wir einfach den nächsthelleren.
Nicht vergessen: Fasern aufrauen!
Wie wir oben schon erwähnt haben, rauen die Werkzeuge für die Trockenreinigung auch die Fasern von Velours und Nubuk auf. Wenn wir die Schuhe anschließend noch feucht reinigen, imprägnieren und färben, müssen wir den Aufrau-Vorgang am Ende nochmal wiederholen.
Jetzt ist unser Raulederstück wieder sauber, leuchtend und samtig weich.
Glattleder reinigen
Bei glattem Leder sollten Sie zuerst feststellen um welche Sorte Glattleder es sich handelt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob glattes Leder offenporig oder gedeckt ist, hilft ein kleiner Test: Geben Sie an einer unauffälligen Stelle einen Tropfen Wasser auf das Leder. Zieht das Wasser sofort ein, handelt es sich um offenporiges Leder oder auch Anilinleder genannt. Bleibt der Tropfen auf der Oberfläche stehen so handelt es sich um Gedecktes Leder.
Bei Anilinleder ist besondere Sorgfalt geboten, falls das Leder nicht imprägniert und mit einer Schutzschicht versehen ist. Vermeiden Sie starkes Reiben. Immer erst an einer nicht direkt sichtbaren Stelle ausprobieren. Seife oder andere Reinigungsmittel sollten nur sparsam verwendet werden.
Gedecktes Leder wird bei der Verarbeitung mit einer Pigmentierung versehen, wodurch es robust und wasserabweisend wird. Deshalb ist dieses Leder leicht zu reinigen und gerne genommen für allerlei Lederarbeiten.
Leichte Verschmutzung/allgemeine Reinigung
Gleiches Vorgehen bei Anilinleder wie Gedecktes Leder.
Glattleder immer zuerst vom Grobschmutz befreien und nicht übertrieben mit Pflegemittel behandeln. Zur täglichen Pflege darf das Glattleder mit einem fusselfreien feuchten (nicht nassen) Baumwolltuch druckfrei abgewischt werden. Für den feuchten Lappen immer destilliertes Wasser verwenden, um Kalkränder zu vermeiden.
Starke Verschmutzungen
Bei starken Verschmutzungen wie Flecken zeigt sich Sattler Seife als sehr effektiv. Mit einem angefeuchteten Schwamm oder Lumpen die Seife auf das Leder auftragen und einarbeiten. Das Leder nach Bedarf mit der Seife reinigen bis gewünschtes Ergebnis erzielt wurde. Wichtig das Leder nicht zu tränken mit einer wiederholten Ausführung.
Nach erfolgreicher Entfernung der Verschmutzung das Leder von der Seife restlos befreien, dies ist sehr wichtig und darf nicht vergessen werden. Gründlich abwaschen und abtupfen bis Seifenreste restlos entfernt sind. Solange wiederholen bis keine Seifen-Trübung im Wasser mehr zu sehen ist. Das Leder nach der Reinigung behutsam trocknen lassen. Nicht in die Sonne oder auf die Heizung legen. Jacken oder Kleidung am besten an einem gut luftigen Bereich aufhängen. Für Schuhe oder Taschen empfiehlt sich geknüllte Zeitung zur Unterstützung der Trocknung ins Innere zu stecken.
Glattleder
Imprägnierung und Pflege von Glattleder
Sie haben unterschiedliche Möglichkeiten Glattleder zu Pflegen und zu imprägnieren. Es gibt Lederfette, Lederöle, Lederbalsam, Ledercreme uvm. alle Farblos oder mit Pigmenten. Letzten Endes sind es zum einen, Vorlieben, aber vor allem sollte es der Nutzen der Lederware sein, die es entscheidet, wie das Stück gepflegt wird. Ich empfehle stets ein Farbloses Fett, Öl o.ä. zu kaufen denn es ist für alle Farben bedenkenlos nutzbar.
So hat Lederfett mit seiner Eigenschaft sich an Fasern und im Hohlraum dazwischen abzulagern, eine erhöhte Resistenz gegen UV-Strahlung und Witterung. Empfohlen für Rucksäcke, Gürtel, Scheiden und Arbeitsequipment. Lederfett kann ich von Bense&Eicke empfehlen. Das Fett zieht schnell ein, imprägniert, nährt und pflegt.
Lederöle haben den Vorteil das sie tief in das Leder eindringen, in die Fasern einziehen und sich nicht ablagern, das Leder bleibt atmungsaktiv. Gut geeignet für Bekleidungsstücke oder zur Aufbereitung sehr altem Leders. Empfohlen für Bekleidung & Jacken und Möbel. Das Öl nährt, pflegt und imprägniert wobei die Atmungsaktivität erhalten bleibt. Lederöle kann ich von Bense&Eicke empfehlen mit echtem Bienenwachs. Lederöle können, wenn sie falsch angewendet werden, das Leder zu stark sättigen und es weich oder sogar dehnbar machen.
Lederbalsam ist im Großen und Ganzen eine Mischung aus Lederfetten und Ölen und kann für alle Glattlederarten genutzt werden. Im Vergleich zu anderen Lederpflegeprodukten, wie Ledercreme oder Lederfett, hat Lederbalsam eine leichtere Konsistenz und zieht schneller ein, wodurch es ideal für die regelmäßige Anwendung ist. Lederbalsam kann für verschiedene Lederarten wie Glattleder und Rauleder verwendet werden. Besonders effektiv ist er bei der Pflege von Lederprodukten wie Schuhen, Taschen und Möbeln. Es ist wichtig, die spezifischen Eigenschaften der Lederart zu berücksichtigen, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Bei empfindlichen Lederarten, wie Nubuk oder Suede, sollte man besonders vorsichtig sein und gegebenenfalls einen speziellen Balsam verwenden.
Ledercreme zeichnet sich durch ihre Konsistenz und ihre Wirkung aus. Sie ist vom verhalten ähnlich wie Lederbalsam bis auf den Unterschied, dass Ledercreme länger das Leder mit Feuchtigkeit versorgt und eher Poren schließt bei übermäßiger Nutzung.
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